Meine kleine beleidigte Leberwurst

Little Princess ist beleidigt!
Little Princess kann also auch anders! Wenn Papas Liebling zum süssen Dickkopf mutiert.

Meine Tochter ist nun 16 Monate alt und wirklich ein kleiner Goldschatz. Sie geht pünktlich um 19.30 Uhr ins Bett und schläft eigentlich immer ohne Zwischenfälle durch. Zum Neid vieler Väter war das schon von Anfang an so. Probleme mit den ersten Zähnen, Bauchschmerzen, Erkältungen oder anderen Schlafkillern kenne ich nur aus den Büchern. Jap – Little Princess ist wirklich ein einfaches Kind! Papas Darling eben. 

Kleiner Dickkopf

In letzter Zeit realisiert die Kleine aber immer öfters, dass das was Papa will, nicht immer mit dem übereinstimmt, was sie will. Und das geht Little Princess gehörig gegen den Strich. Also gilt es Grenzen auszuloten. ‚Wie weit kann ich gehen?‘ und ‚Was muss ich tun, damit der Alte mir das gibt, was ich will?‘ – scheint sie sich zu denken. Und ihr könnt mir glauben, die Kleine lässt auch wirklich nichts unversucht. Zum Beispiel wenn wir am Tisch sitzen und alle mit Essen beschäftigt sein sollten. Little Princess hat sich jedoch mal wieder in den Kopf gesetzt, auf Papas Schoss sitzen zu wollen. Dass obwohl die Kleine auf der anderen Seite des Tisches in ihrem Thron Namens Tripp Trapp sitzt. Also fängt das grosse Rumgezappel an. Leider gibt es kein magnetisches Geschirr, welches zappelnden Kinderarmen automatisch ausweichen kann. So kommt es durchaus vor, dass der ganze Tisch mit Saft, Wasser oder anderem Essen vollgesaut ist. Wer jetzt denkt, dass stört die Kleine in irgend einer Art und Weise, der hat sich getäuscht. Je mehr Essensreste auf dem Tisch verstreut sind, desto witziger ist es. Das kann man nämlich super auf den Boden schmeissen oder mit dem Löffel weiter auf dem Tisch verteilen.

Die nächste Eskalationsstufe

Nun ist Iron-Papa gefragt, der für Zucht und Ordnung sorgt. Ich sage der Kleinen also höflich aber bestimmt, dass ich ihr Verhalten nicht so toll finde. Und falls ich sie vorher aus dem Tripp Trapp genommen habe, schnapp ich sie mir und setze sie wieder hinein. Ou, Mann! Die kann vielleicht schreien! Aber Iron-Papa muss stahlhart bleiben. „Nichts da! Du bleibst wo du bist!“ OK, sie merkt mit Schreien und Rumzappeln kommt sie nicht weiter. Null Problemo – Little Princess hat nämlich noch ganz andere Geschütze in ihrem Repertoire. Die nächste Eskalationsstufe ist das klassische Mundwinkel langsam nach unten ziehen, den Blick von Papa abwenden und ordentlich schmollen. Jeder Versuch, die Kleine nun zum Essen zu bewegen, wird mit abgewandtem Blick und Tränen in den Augen abgeschmettert. Jetzt ist sie also nicht nur zickig, sondern auch noch beleidigt. Toll!

Schmollen hilft doch!

Sie so unzufrieden zu sehen, macht mich irgendwie traurig. Gleichzeitig finde ich sie aber total niedlich und komisch. Für mich als Papa-Rookie ist es in solchen Momenten echt schwierig hart zu bleiben. Es kann schon mal vorkommen, dass ich dann mein Essen in wenigen Minuten runterschlinge, damit ich die Kleine wieder zu mir auf den Schoss nehmen kann. Den fetten Schmatzer auf die Wange gibts umsonst. Und das Schöne ist, dass Kinder überhaupt nicht nachtragend sind. Alles ist nach wenigen Sekunden wieder vergessen und Little Princess strahlt mich wieder mit ihren grossen Augen an. Dann denke ich mir immer ‚OK Süsse, diese Runde hast du gewonnen. Das nächste Mal siehts aber anders aus.‘ Hoffentlich…

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