High- und Lowlights aus sechs Monaten Papasein

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Puh… die ersten sechs Monate sind geschafft! Zeit Bilanz zu ziehen. Hier die Tops und Flops nach sechs Monaten im Papa-Business.

Top 1 – Das erste bewusste Lachen

Ein Lächeln ist gar nicht so einfach, wenn man seine Gesichtsmuskulatur überhaupt nicht im Griff hat. Kein Wunder sah Mr. T bei seinen ersten Lachversuchen ein bisschen aus wie Two-Face von Batman. Die eine Gesichtshälfte angespannt und der eine Mundwinkel leicht nach oben gezogen, die andere Seite völlig emotionslos. Aber nach drei Monaten hatte er den Dreh raus. Dann läufst du Morgens in sein Zimmer und ein strahlendes Lächeln scheint dir entgegen. Und deine Knie sind Matsch.

 

Top 2 – Mr. T kann Plappern

Irgendwann hatte Mr. T kapiert, dass Papas Töne aus dem Mund kommen. Das ist natürlich extrem interessant und er hing jedem wortwörtlich an den Lippen. Die erste Nachahmeversuche beschränkten sich auf ein “Uuh, uuh!” Weil das alle drumherum so toll fanden, wurde fleissig weiter ge-uuh-uuht, und das stundenlang! Einfach cool.

 

Top 3 – Turnen für Babies

Wenn Plappern und Gestik schon mehr oder weniger funktionieren, wartet man sehnlichst auf die nächsten Entwicklungsschritte. Und da alle schlauen Bücher sagen, dass jetzt das selbstständige drehen von Rücken- auf Bauchlage oder umgekehrt ansteht, wirst du dich ertappen, wie du den Kleinen hinlegst und deckst: Los! Du schaffst das! Go, Mr. T., go! Aber alles gute Zureden hilft nichts. Kinder können da sehr stur sein. Die machen nunmal was, wann sie wollen. Wenn es dann das erste Mal klappt, ist die Freude umso grösser und auf jeden Fall ein Grund für ein Erfolgs-Bierchen.

 

Top 4 – Mr. T wird mobil

Mit Abstand die lustigste Erfahrung in dieser kurzen Zeit waren die ersten Krabbelversuche von Mr. T. Und zwar genau dann, als er es geschafft hat, von der Bauchlage, sich auf Händen und Knien abzustützen. Hündchenstellung ist wohl die einfachere Umschreibung. Als er dann gemerkt hat, dass er trotz Hündchenstellung nicht weiterkommt, fing er an wie besessen mit der Hüfte anzugeben. Ich weiss nicht, ob ihr euch das Vorstellen könnt, aber ich hab mir fast in die Hosen gepinkelt vor Lachen.

 

Top 5 – La Familia

Es ist schon heftig, wie dieses kleine Mennschlein deinen Alltag komplett umkrempelt. Alleine zu sehen, wie deine Familie näherrückt und sich genau wie du und deine Frau sich über den Kleinen freuen ist einfach genial. Selbst harte Kerle, wie die beiden Grosspapis von Mr. T., die nicht wirklich mit Emotionen um sich schmeissen, werden beim Anblick des Kleinen zu kleinen Lämmchen.

 

Flop 1 – Schlaflose Nächte

Ja, ja, schon klar. Das hätte ich im Voraus wissen müssen. Einverstanden. ABER mal so 2-3 schlaflose Nächte am eigenen Leib erleben, ist dann doch wieder eine ganz andere Geschichte. Vor allem dann, wenn du an diesen Tagen noch arbeiten musst. Das geht echt an die Substanz und man ist dankbar für jede Nacht, in der man ein paar Stunden Schlaf einander bekommt.

 

Flop 2 – Die Erkältung

Ich habe gedacht, ich sei unerträglich, wenn ich Fieber habe. Ha! Kein Vergleich zu Mr.T. Wenn der mal erkältet ist, ist nix da mit Papaanlächeln fürhmorgens und gemeinsames durch die Wohnung Uuh-Uuhen. Der Kleine ist richtig stinkig, ja sogar zickig. Nach dem Motto: “Ich bin schlecht drauf, also musst du auch schlecht drauf sein!” (Das hat er bestimmt von Mutti!)

 

Flop 3 – Zu Besuch im Spital

Mr. T. ist ein aufgewecktes Kerlchen. Stillsitzen ist öde, deshalb kommt es auch selten vor. Leider haben wir den Fehler gemacht, den kleinen Zappelphilipp mal 10 Sekunden ausser Acht zu lassen. Was passiert? – Der Kleine ist vom Bett geplumpst und hat uns einen riesigen Schrecken eingejagt. Obwohl er sich sofort beruhigen liess und er sofort wieder happy war, sind wir vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren (Standardprozedere gemäss unserer Kinderärztin, der wir sofort angerufen hatten). Man kann nicht in Worte fassen, wie scheisse sich man fühlt, wenn der Kleine wegen unserer Unaufmerksamkeit ins Spital muss. PS: Nicht gleich das Sozialamt anrufen: es ist alles gut! Ärztlich bescheinigt!

 

Flop 4 – Zickereien zwischen Mama und Papa

Das Elternsein kann ganz schön an den Nerven zerren. Nebst den Stressfaktoren Geschrei, Schlafmangel, Job etc. dreht sich nunmal fast alles um den Kleinen und du hast wenig Zeit für dich selbst. Alles zusammen, kann dir schon mal die Laune versauen. Und an wen lässt dus raus? Logo: an Mutti – ist ja schliesslich kein Anderer da und der Kleine kann ja nichts dafür. Bringt nur leider nichts. Mutti ist eigentlich deine einzig wahre Verbündete. Hast du die auch noch gegen dich verschworen, wird es erst recht mühsam.

 

Flop 5 – Die Erkenntnis, dass man es nicht allen Recht machen kann

Grosseltern, Tanten, Geschwister, Cousins, Göttis, Freunde… alle wollen den Kleinen sehen, und zwar am besten dann, wenn es ihnen am besten in den Terminkalender passt. Wenn du dann mal nein sagst, machen dir die Leute noch ein schlechtes Gewissen. Ganz ehrlich, das nervt!!! Gehört wohl auch zum Papasein dazu, sich mal bei den Liebsten ein bisschen unbeliebt zu machen.

 

Ich bin zwar kein Jurist, aber dieser Beitrag schreit förmlich nach einem Disclaimer. Here we go: Auch wenn da oben einiges Negatives steht, überwiegt das Positive bei weitem. Im Fussball wäre das eine 5:1 Klatsche. Wirklich! Papasein ist das Beste was mir bisher passiert ist.

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