Der Kampf mit den Bananen

Wenn Verstopfung deinem Kleinen die Laune verdirbt. Die Folgen falscher Ernährung, welche schmerzhaft für dein Baby und sehr eklig für dich sind.

Mr. T ist echt ein verfressenes Kerlchen. Schon von Anfang an klappte das mit dem Essen wunderbar. Er war keine fünf Minuten auf der Welt, schon hatte er bei Mutti angedockt. Und da bei Mutti immer ordentlich Nachschub vorhanden war, war die Stillzeit eigentlich für beide ganz OK. Es interessierte ihn auch nicht die Bohne, als wir auf Fertigmilch umstellen mussten, als die Vorräte bei Mutti dann doch irgendwann mal aufgebraucht waren. Egal – hauptsache Milch! Das ist nicht selbstverständlich! Schmerzen beim Stillen, fehlende Milch, nicht sättigende Milch, Unverträglichkeit der Fertigmilch, Ablehnung zum Fläschchen… und das sind nur einige problematische Beispiele gemäss Stillberatung. Also freut euch, wenn das mit dem Essen gut funktioniert!

Jetzt gibt es mal was Neues

Da der Kleine so gut ass, freuten wir uns darauf, ihm endlich seinen ersten Brei geben zu können. Rüebli standen zunächst auf dem Speiseplan. OK, nicht gerade ein Big Mac aber hey! – immerhin mal was Neues! Und für ihn wohl die absolute Geschmacksexplosion nach fünf Monaten Milchmenü. Wenig überraschend verputzte er das gesamte Töpfchen und verschlang zum Dessert noch ein halbes Fläschchen. Super! Also weiter im Ernährungsplan. Im Wochenrhythmus kam ein neues Gemüse hinzu: Rüebli-Kartoffeln, Kartoffeln-Kürbis, Rüebli-Kartoffeln-Kürbis etc. Alles Picobello! Schritt zwei im Plan war es die Zvieri-Milch mit Früchten langsam zu ersetzen. Den Apfel fand er beim ersten Mal gar nicht lustig. Ein bisschen gewärmt ging das ab dem zweiten Tag aber ganz in Ordnung. Nach ein paar Tagen also sollten neuen Fürchte hinzukommen. Als nächstes stand auf dem Menü ein Gaumenschmaus aus Äpfel und Bananen.

Ach du Scheisse!

Seit dem er Brei bekommt, muss Mr. T nur noch ein Mal am Tag einen grossen ‚Stink‘ machen. Ohne zu sehr in Detail gehen zu wollen: Was die Konsistenz anbelangt, sind wir von Hüttenkäse bei Cantadou angelangt. Aber sonst alles i.O. Zwei Tage lang hatte er nun zum Zvieri Bananen bekommen (alles andere unverändert). Dann geschah es: Mr. T hatte gerade sein Abendmahl aus dem Fläschchen bekommen, als er, wie gewohnt, mit seiner Prozedur zum ‚Stinkabwurf‘ begann. Ganzkörperspannung, Luft anhalten, roter Kopf und dazu ein passendes “Nnnniiiaaaa!!!!”. Doch anstatt des üblichen erlösenden und zufriedenen Gesichtsausdrucks nach der geglückten Mission, fing er an zu schreien, als würde er in Flammen aufgehen. Mutti und ich schauten uns komplett ratlos an. Was ist denn jetzt los?! Ich hatte in dem Moment echt den Faden verloren. Zum Glück hatte Mutti sich schneller vom Schock erholt und die Idee in die Windel zu schauen, wo wir das übliche Cantadou au Chocolat erwarteten. Da war aber nichts! Der Kleine schrie noch immer wie am Spiess! Und da sahen wir es. Da war etwas auf halbem Weg stecken geblieben! Nichts da mit Cantodou, heute ist Tilsiter angesagt – ein bisschen viel Tilsiter! Zum Glück wusste Mutti was zu tun ist. Die Kleine einer guten Freundin hat ebenfalls Verdauungsprobleme und ist des öfteren verstopft. Ihr Tipp: denn Kleinen auf den Rücken zu legen, Beine anziehen, leicht den Bauch massieren und Notfalls mit Vaseline und dem Thermometer nachhelfen. Zum Glück mussten wir Letzteres nicht machen und er konnte sich dem Fremdkörper von selbst entledigen.

Lektion gelernt!

Wie bei Erwachsenen haben Bananen eine stopfenden Wirkung auf die Verdauung der Babies. Bei Mr. T war das in diesem Fall so extrem, dass sich ein sehr harter Stuhl gebildet hatte, der im Enddarm stecken blieb. Nach Rücksprache mit der Kinderärztin haben wir nicht nur die Bananen sondern auch gleich die Rüebli mit anderen Früchten und Gemüsen ersetzt. Zum Glück hat diese Massnahme rasch eingeschlagen und der Stuhl wurde wieder weicher. Mein nächtliches Googeln hat zudem ergeben, dass nebst genügend Flüssigkeit auch viel Bewegung helfen kann, die Verdauung der Kleinen anzuregen. Im Nachhinein war das bei uns nichts Schlimmes. Aber es hat uns doch einen Schrecken eingejagt.

Hier noch ein Gratistipp zum Merken: Haltet unbedingt die Videokamera bereit, wenn ihr eurem Junior zum ersten Mal Brei zu Essen gibt. Die Grimassen sind einfach unbezahlbar.

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